Abnehmen 1.2: Sport
Da du ja den Artikel "Abnehmen 1.1" gelesen habt und brav beim Arzt gewesen bist (oder Dich im Internet informiert hast), kennst du bereits deinen täglichen Kalorienbedarf.Treibst du nun Sport, wird dieser natürlich entsprechend deiner Anstrengung ansteigen: Es wird mehr Energie verbraucht.
Doch wie bringt man Sport nun gescheit in seinen Abnehmplan ein, ohne Kontraproduktiv zu handeln oder sich zu Überfordern?
Lass mich Raten...
Allerdings! Du warst ja bereits beim Arzt und hast dir das OK geholt, dass du fit genug zum Abnehmen und für Sport bist, richtig? Sehr gut.Dann heißt es nun, dass du eine Sportart findest, welche dir zusagt.
Hier gilt zunächst die Regel: Kleinvieh macht auch Mist. Mach dir keinen Kopf, wenn du jemanden in deinem Freundeskreis hast, der an 6 Tagen pro Woche ins Fitnessstudio rennt und in seiner Freizeit dann auch noch Fußball spielt. Das brauchst du nicht - wirst es aber vielleicht irgendwann wollen.
Für den Anfang ist es schon ein Fortschritt, den Einkauf einfach mal mit dem Fahrrad zu erledigen, Abends noch eine halbe Stunde spazieren zu gehen oder morgens vor der Arbeit einfach mal schwimmen zu gehen. Letzteres macht zudem wach und gibt einem den richtigen Kickstart für den Tag.
Aber mit so wenig Sport nehme ich doch niemals ab...!?
Da du deine Ernährung ja schon umgestellt hast und dich bewusst ernährst, weißt du, dass der Hauptanteil beim Abnehmen über den Energiestoffwechsel läuft. Außerdem weißt du bereits, dass jede Art von Bewegung den Grundumsatz an Kalorien pro Tag erhöht. Geh in deinen Lieblingswald und marschier ein wenig durch die Gegend!Du wirst durch einen Spaziergang zwar nicht zu einem durchtrainierten Baywatch-Superstar, kurbelst aber deinen Stoffwechsel an.
Und wie ist es mit Joggen?
Joggen ist für die meisten das erste, woran sie bei Sport denken. Verwirf diesen Gedanken.Besonders, wenn du unter Übergewicht leidest und/oder nicht gerade sportlich bist, kannst du mit Jogging mehr kaputt machen als du durch den Gewichtsverlust gewinnst. Vor allem Fuß- und Kniegelenke können hier durchaus leiden.
Einen sehr guten Einstieg bietet dir ein Crosstrainer. Dieser sorgt durch den geführten Bewegungsablauf dafür, dass viele Muskelgruppen trainiert werden und verhindert die extreme Belastung von Knien und Füßen, da wiederholte Stöße beim Auftreten vermieden werden.
Und Muskelaufbau?
Gutes Stichwort! Muskelaufbau sollte dein oberstes Ziel sein, da Muskelgewebe auch im Ruhezustand Energie verbraucht. Als Ergebnis fällt das Abnehmen noch ein wenig leichter.Außerdem bietet sich Muskelaufbautraining an, um seine Körperhaltung zu verbessern und dem Büroalltag zu entfliehen.
Ob du hierzu ins Fitnessstudio gehst oder dir Anleitungen suchst, wie du auch daheim Training ohne großartige Gewichte etc. betreiben kannst, bleibt dir überlassen.
Wichtig hierbei ist, dass du gleichmäßig trainierst. Wenn du unbedingt Bauchmuskeln haben möchtest, dann trainiere unbedingt auch deine Rückenmuskulatur mit, um Haltungsschäden und somit ernsthaften Rückenproblemen vorzubeugen.
Das wird ja immer mehr...
Richtig! Und vor allem der Spaß wird immer mehr. He, warum lachst du? Ist Sport für dich nur ein notwendiges Übel?Gut, dann machst du da noch irgendwas falsch.
Ich werde dir an dieser Stelle keinen Trainingsplan vorbeten, der alle zwei Tage bestimmte Übungen enthält. Sport sollte immer in dem Maße ausgeführt werden, dass er dir sowohl körperlich als auch seelisch gut tut. Wenn du dich durch die ersten paar Wochen durchbeißt findest du irgendwann dein persönliches Pensum und gelangst schnell an den Punkt, an dem der Sport zu einem Teil deines Alltags wird, den du nicht mehr missen möchtest. An deiner Disziplin musst du selbst arbeiten.
Und nun mache ich Sport und nehme trotzdem zu... Willst du mich eigentlich verarschen?
Kurz gesagt: Muskelmasse wiegt mehr als Fett. Und besonders in der Anfangszeit ist bei Muskelaufbau zu erwarten, dass du zwischendurch auch mal ein wenig zunimmst. Lasse dich hiervon nicht entmutigen und mach weiter. Das zugenommene Gewicht ist gut!Wenn du zusätzlichen Ansporn brauchst, dann misst du deinen Bauchumfang, Oberschenkel und Oberarme. So merkst du selbst bei 2kg mehr auf der Waage, dass du doch erheblich an Umfang verloren hast. Du wirst nicht wieder dick, du stählst deinen Körper! Weiter so!
Tipp: Setze dir Etappenziele. Es ist viel einfacher, erst mal nur einen Klimmzug schaffen zu wollen, als direkt 25kg zu verlieren.
In dem nächsten Post geht es weiter mit einem kleinen Artikel für Nerds.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen