Dienstag, 19. April 2016

Abnehmen - Aber wie? (1)

OK. Nicht ganz "morgen geht's los", aber immerhin.

Anreißen möchte ich heute mal das Thema "Abnehmen".

Durch Industriefutter und Co. kommt es bei der Weltbevölkerung immer mehr zu einem "gewichtigen" Problem. Oder anders: Wir werden immer fetter und bewegen uns immer weniger.

Doch wie stellt man sich nun am einfachsten dem Kampf gegen die Pfunde, wo liegen die Tücken hierbei und warum sind Crashdiäten der größte Scheiß, den uns die Schönheitsindustrie um die Ohren haut?

Abnehmen 1.1: Die Ernährung

In Zeiten der fortschreitenden Industrialisierung, einem immer schnelleren Arbeits- und Lebensstil und der somit sinkenden Motivation sich Abends noch an den Herd zu stellen, gewinnen Fastfood-Ketten und ungesunde Snacks immer mehr an Geltung - und genau hier liegt der Hund (zum Teil) begraben.
Künstlich "verschönerte" Ernährung schlägt in aller Regel mit viel mehr Kalorien und Kohlenhydraten zu Buche als Selbstgekochtes. Zunächst gilt es also, seine Ernährungsangewohnheiten langfristig umzustellen und natürlich den Bewegungsapparat in Schwung zu bringen.

Essen und Trinken als Treibstoff unseres Körpers

Wie auch ein Auto benötigt der menschliche Körper einen Treibstoff, welcher ihn am Laufen hält. Diesen Treibstoff nehmen wir zum Großteil über unsere Ernährung auf. Wichtig hierbei ist zu begreifen, dass Kalorien nicht gleich Kalorien sind. Verschiedene Nahrungsmittel werden vom Körper langsamer verdaut als andere und liefern somit über einen längeren Zeitraum Energie als andere Nahrungsmittel. Auch der Blutzuckerspiegel steigt bei einer unbewussten und schlechten Ernährung direkt nach dem Essen ins Unermessliche und fällt anschließend direkt wieder ab. Als Folge bekommen wir schneller wieder Hunger.
Die gilt besonders bei Crashdiäten, da diese den Körper über einen kurzen Zeitraum extrem belasten und dieser anschließend versucht, seine Vorräte wieder aufzufüllen.


Und wie nehme ich nun am besten ab?

Kurz und knapp gesagt, musst du das für dich selbst herausfinden. Es gibt mittlerweile hunderte Diäten und Lebensweisen, welche dabei helfen sollen.
Die meisten Diäten sind jedoch auf den schnellen Erfolg ausgelegt und haben mit Nachhaltigkeit so viel zu tun wie Fische mit der Raumfahrt. Eine Diät kann zwar als Einstieg in ein gesunderes Leben gesehen werden, sollte jedoch niemals strikt durchgezogen und anschließend wieder komplett verworfen werden, da die Pfunde sonst direkt wieder auf den Hüften landen. Stichwort: Jojo-Effekt.
Hierzu kommt es, weil der Körper bei einer Diät meistens auf gewisse Nährstoffe oder auf einen strikten Kalorien-Entzug gesetzt wird. Unser Körper ist jedoch dazu ausgelegt, sein Gewicht möglichst lange zu halten - ein Überbleibsel aus der Steinzeit.
Nehmen wir nach der Diät nun wieder die gleiche Nahrung wie vorher zu uns, erkennt der Körper seine Chance und legt wieder Reserven an - noch stärker als zuvor.

Meine Empfehlung ist in diesem Fall eine Mischung aus bewusst gesunder Ernährung mit Elementen aus dem LowCarb-Bereich.

Sollen die Pfunde purzeln sind besonders drei Dinge hervorzuheben: Weniger Kalorien als nötig und keine Kohlenhydrate am Abend; sowie eine gute Eiweiß-Zufuhr, damit das Muskelgewebe erhalten bleibt.

Dann mal los... Oder?

Bevor du nun Zucker aus dem Haus verbannst und dich auf Gemüse stürzt, solltest du zunächst deinen Arzt aufsuchen. Vorallem bei einem BMI über 30 sollte dies getan werden um sicherzustellen, dass der Körper dem Vorhaben gewachsen ist.
Außerdem kann der Arzt auch grundlegende Erkrankungen feststellen, welche für das Übergewicht verantwortlich sind bzw. das Abnehmen erschweren (z.B. eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)).
Bitte, bitte beginne das Vorhaben "Fit durch den Alltag" erst, wenn du das OK von deinem Arzt hast.

Alles OK. Und nun aber los... Oder?

Fast. Nur du selbst weißt, welche Lebensmittel du verträgst und nicht verträgst und auf was du absolut nicht verzichten kannst. Ja, auch beim Abnehmen kann (und soll!) man mal sündigen. Dies tut zum einem der Seele und auch dem Körper gut. Denn durch den einen oder anderen Snack merkt der Körper, dass er nicht auf Sparflamme schalten muss und somit der Stoffwechsel in Schwung bleibt.

Und nun?

Wenn du dich noch immer bewusst für das Abnehmen entscheidet (was ich doch sehr hoffe), wird es Zeit endlich loszulegen.

Was du Essen darfst:
Theoretisch alles außer Fastfood. Im Internet finden sich unzählige Listen mit Lebensmitteln, welche sich für eine Kalorien- und Kohlenhydratarme Ernährung eignen.
Dein Kalorienbedarf hängt nicht von verschiedensten Faktoren ab, weshalb ich hier keinen Wert nennen werde. Bitte informiere dich hierzu bei deinem Arzt (oder im Internet).
Wichtig ist, dass du nicht irgendeinem "Ich esse ab sofort GAR KEINE Kohlenhydrate mehr"-Wahn oder ähnlichem verfällst. Auch wenn der Erfolg etwas auf sich warten lässt, solltest du darauf achten, dass du nicht in einen ungesunden Bereich abdriftest.
Übrigens: Der Zustand, in welchem durch LowCarb Fett verbrannt wird nennt sich "Ketose" und tritt bereits bei einer Ernährung von unter 150g Kohlenhydraten pro Tag ein, auch wenn viele LowCarb-Fanatiker nur auf einen Erfolg bei unter 50g schwören. Dies kann jedoch - besonders langfristig gesehen - zu gesundheitlichen Problemen führen.
Achtet man hierauf und nimmt eine gute Menge an Proteinen (ca 1,5mg pro KG Körpergewicht) auf, kann der Stoffwechsel auch schon ordentlich brummen.
Natürlich sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen geeignet werden.

Zu trinken gibt es übrigens überwiegend Wasser und ungesüßte Tees bzw. Kaffee.

Nun schreibst du ja doch nur über eine Diät...

Das ist Richtig. Wie bereits gesagt, sehe ich Diäten nicht als alleiniges Mittel zum langfristigen Abnehmen, aber durchaus als guten Einstieg zur Ernährungsumstellung.
Wer sich eine Weile bewusst ernährt, wird früher oder später merken, dass dies weniger schwer ist als gedacht und außerdem gut schmeckt.
Durch gesunde Kost wird zudem dem Heißhunger vorgebeugt.


Im nächsten Post geht es dann weiter mit meinen Gedanken zum Thema Sport beim Abnehmen.

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